Social Sciences

Betreuungsrecht in der Praxis: Geschichte, Grundlagen und by Holger Ließfeld

By Holger Ließfeld

Das Betreuungsrecht bietet ein Gefüge, das auf Traditionen aufbaut und gleichzeitig die Gegebenheiten der Moderne berücksichtigt. Es regelt Zuständigkeiten und Handlungsrahmen für Menschen, die für andere handeln und entscheiden, weil letztere hierzu noch nicht, nicht mehr oder vorübergehend nicht im Stande sind. Die Planung von Betreuungen ist Voraussetzung um eine am individuellen Wohl des Betroffenen ausgerichtete Betreuungsführung zu gewährleisten. Nur durch die Auseinandersetzung mit den Lebensumständen des Betroffenen und seinen Wünschen und Vorstellungen gelingt es, das Ziel einer „Betreuung für ein selbstbestimmtes Leben“ zu ermöglichen. ​

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So vergleicht Buchkremer 2009, S. 69 zutreffend Klumkers Herangehensweise von Einführung und Verständnis mit den heutigen Methoden von partner- und lebensweltorientiertem sozialpädagogischem Coaching. Als Folge dieser Wegbereitung durch Klumker können auch die Vormundschaftsvereine und die seit dem Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes entstandenen Betreuungsvereine angesehen werden. 19 Das Konzept der „organisierten Einzelvormundschaft“ entstand im 1899 gegründeten katholischen Fürsorgeverein um deren Gründerin Agnes Neuhaus.

Kißener 2009, S. B. die rassische Indikation zum Schwangerschaftsabbruch sowie das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ (umgangssprachlich: „Blutschutzgesetz“) als Bestandteil der „Nürnberger Rassengesetze“ vom 15. September 1935 im Anschluss an den 7. Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg. Neben den Zwangssterilisationen erfolgten nachweislich mindestens drei umfangreiche Tötungsaktionen. Nach Einführung einer Meldepflicht am 18. August 1939 für „missgestaltete“ Neugeborene und Kleinkinder und später für Patienten der psychiatrischen Anstalten begann zunächst 1939 die Tötungsaktion der sogenannten „Reichsausschusskinder“.

Das bekannteste und für die deutsche Rechtsgeschichte bedeutende mittelalterliche Rechtsdokument ist das Rechtsbuch Sachsenspiegel (1221 bis 1224) des Eike von Repgow (* zwischen 1180 und 1190 < nach 1233). Der Autor hat das Buch all jenen gewidmet, die sich rechtens verhalten wollten. Es beinhaltet keine Neuerungen, sondern das bislang mündlich überlieferte (Gewohnheits-) Recht. (vgl. Schmidt-Wiegand 2006, S. ) Ab dem 13. Jh. breitete sich der Sachsenspiegel in teilweise veränderter und erweiterter Form sowie in Übersetzungen beispielsweise vom lateinischen ins mittelnieder- (und hoch)deutsche in einem von Holland bis in das Baltikum reichende Gebiet aus.

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