Social Sciences

Betriebliches Interessenhandeln: Band 2 Zur politischen by Ingrid Artus, Renate Liebold, Karin Lohr, Evelyn Schmidt,

By Ingrid Artus, Renate Liebold, Karin Lohr, Evelyn Schmidt, Rudi Schmidt, Udo Strohwald

In der Studie werden die Entwicklungsbedingungen betrieblichen Interessenhandelns und eine Typologie der Interaktionsmuster zwischen Betriebsrat und administration in ostdeutschen Betrieben vorgestellt, die die alltäglichen Aushandlungsprozesse zwischen Konflikt und Kooperation im Kontext einer betriebsspezifischen Kultur der Austauschbeziehungen abbildet.

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6 Qualifikationsstrukturen und Personaleinsatz In den Interviews wurde tUr alle Unternehmen betont, daß die Belegschaft hochqualifiziert sei, in der Regel über Facharbeiterabschlüsse vertUge und dies als wichtiger Konkurrenzvorteil gesehen werde. Bei Betrachtung der realen Qualifikationsanforderungen in den Unternehmen, zeigte sich jedoch, daß die Arbeitskräfte in 9 der 27 Unternehmen deutlich unterqualifiziert eingesetzt wurden, da die Tätigkeitsanforderungen im Bereich der Fertigung eher Anlerntätigkeiten entsprachen (Tl, T3, T2, T4, T8, B2, B5, B8, BI4).

Die besonders im Zusammenhang mit der Durchsetzung moderner Unternehmenskonzepte verfolgten Managementstrategien zur Integration der Belegschaft wurde in der Mehrzahl der Fälle von den Betriebsräten mitgetragen, man wehrte sich jedoch erfolgreich gegen damit verbundene Vereinnahmungs- und Pazifizierungsstrategien. Die Interaktionsmuster sind in der Regel interessenbetont, integrationsorientiert oder co-manageriell. Relativ eindeutige Zusammenhänge gab es auch bei den Unternehmen, die als 'unsichere Optimisten' gekennzeichnet wurden.

Ein marktfiihiges und modemes Produkt und selbst ein gesicherter Marktzugang allein garantierte den Unternehmen nicht den wirtschaftlichen Erfolg. Dennoch war festzustellen, daß es den meisten Unternehmen schließlich gelang, ein Produktspektrum auszubilden, welches zwar oft nicht besonders innovativ war, aber mit dem sie Chancen hatten, auf dem Markt zu bestehen. Die Probleme lagen zum Zeitpunkt der zweiten Interviewrunde 1994 in der Mehrzahl der Unternehmen nicht mehr im Produktspektrum, sondern primär im erreichten Produktivitätsniveau und der ökonomischen Effizienz.

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